ArtInside 2017 : 18. Mai - 21 Mai 2017


Info 

 

Austellung: Jochen Steinmetz - Fotografien

"Derdingen 1966-2016" (13.05. - 25.06. 2017)


Im Derdinger Unterdorf aufgewachsen, hat Jochen Steinmetz sein  komplettes Coming-Of - Age hier erlebt, Grundschule Großvillars, Konfirmation, Band, Jugendzentrum, Punk-Parties, Motorradclub... Es gibt unzählige Bilder davon und bis heute hat er immer wieder hier fotografiert. Die zeitgenössische Literatur ist nicht erst seit „Herrn Lehmann“ - umso spannender, wenn sich dies in der „Provinz“ bewegt. Entstanden ist ein spannendes Zeitbild dieser Generation: Es ist ein Bekenntnis zu einer recht aufregenden Zeit mit 80ies-Punk, Wiedervereinigung und Digitaler Revolution. Jochen Steinmetz beschäftigt sich autobiografisch damit und gibt einen spannenden Einblick in sein Oberderdingen der Jahre 1966 - 2016

   

Infos zum Künstler:

  • Geboren in Maulbronn,
  •  aufgewachsen in Oberderdingen, beginnt mit 6 Jahren zu fotografieren, 
  •  mit 12 erstes eigenes Schwarz-Weiss Labor, Abi in Bretten am MGB.
  • Ausbildung als Werbefotograf bei Gerd Schweizer in Knittlingen,
  •  Studium Kunstgeschichte, Philosophie und Fotografie in Tübingen, Heidelberg, Glasgow, Folkwang Uni Essen.
  •  Workshops seit 2013 bei Chien-Chi Chang, Chris Steel Perkins und  Antoine D´Agata (alle MAGNUM PHOTO). 
  •  Lebt in Heidelberg.
  •  Arbeitet mit Kameras von 8x10“ bis zum iPhone, analog und digital.

 Donnerstag, 18.Mai 2017, 20 Uhr

Aschingerhaus Oberderdingen


Seán Treacy (Solo) unplugged

 



Eröffnung der ArtInside 2017

Grandiose Reise durch Folk- und Popmusik mit Seán Treacy

Er hat schon mit Bands wie den „Wolftones“ und den „Dubliners“ internationale Tourneeauftritte absolviert und ist mit seiner Band auch schon in der Region unterwegs gewesen. Am 18.05. eröffnete Seán Treacy mit einem grandiosen Soloprogramm die Oberderdinger Kulturtage ArtInside 2017. Seit mehr als 30 Jahren lebt der sympathische Gitarrist in Deutschland und hat in dieser Zeit viele Deutsche mit der Musik seiner irischen Heimat infiziert und viel zum interkulturellen Austausch zwischen Deutschland und Irland beigetragen.  

Mit „Dirty Old Town“ beginnt die musikalische Tour zwar im englischen Salford, wo sich die Verliebten inmitten einer schmutzigen Industrie- und Hafenlandschaft begegnen, aber diesen Song haben schließlich viele irische Gruppen bekannt gemacht. Mit „Molly Mallone“,   der wunderschönen Fischhändlerin, die so früh an der Cholera sterben musste, und dem Refrain „Cockles and Mussels“ ist Seán dann im Herzen von Dublin, wo ihr Standbild zu sehen ist, und auch im Herzen der irischen Folkmusik angekommen. Dieser gelingt es ja immer wieder auch ein tragisches Schicksal mit einer eingängigen und leichten Melodie zu unterlegen.  „Wild Rover“, in einer lustigen Mischung der englischen und der deutschen Nordseeküstenversion kommt natürlich ohne das viermalige Klatschen nicht aus, das in der intimen Atmosphäre des Aschingerhauses zwar Stimmung verbreitet, aber dem vortragenden Solisten mehr Raum zur eigenen Entfaltung lässt als der Druck einer aufspielenden Band. Am Beispiel der Ballade „No Frontier“ einem Lied der „Corrs“, das die Weite des Himmels in den Augen der Geliebten gespiegelt sieht, zeigt sich, dass Sean Tracy auch die leisen Töne überzeugend beherrscht.  Außer Atem kamen Seán und die 60 Zuhörer bei „The Rattlin‘ Bog“, einem Kettenlied, bei dem im Refrain jeweils ein weiterer Gegenstand hinzugefügt wird und der Sänger in seinem Vortag immer schneller wird.

Neben seinen irischen Songs verfügt Seán Treacy über ein reichhaltiges Repertoire von Liedern aus der internationalen Pop- und Rockmusik. An diesem Abend präsentierte er u. a. Billy Joels „I love you the way you are“ und “She’s always a woman to me”, Chris de Burghs “Don’t pay the Ferryman”, U2s “One”, Bob Dylan’s “Make you feel my Love” oder Rod Stewarts “I don’t want to talk about it”. Diese bekannnten Titel brachten alle Beine zum Wippen und die Körper in Bewegung.

Neben diesen Popklassikern gab es auch neu zu entdeckende Titel, die Seán zu seinen Lieblingsstücken zählt und die mehr Aufmerksamkeit verdienen. Dazu gehört sicher Tina Dikos Titel „Count to Ten“, wonach man durch Schließen und Öffnen der Augen die Welt gelegentlich neu entdecken kann. Dazu zählt auch „Caledonia“, eine moderne Ballade über Sehnsucht und Heimweh nach Schottland.

Seán Treacy zeigte sich an diesem Abend als ein wahrhafter Meister an der Gitarre, der die lauten und leisen Töne souverän anschlug. Mit seinen witzigen Überleitungen, oftmals zum Verhältnis Irland-Deutschland, stellte er die Nummern in einen anschaulichen Kontext. Mit seiner unprätentiösen, sich selber zurücknehmenden Wesensart zieht er das Publikum schnell auf seine Seite. Sein Solo-Programm in der kuscheligen Umgebung des Aschingerhauses ermöglichte eine intensive Begegnung mit dem Solokünstler in einer fast privaten Weise. Dass bei vielen Nummern das Publikum mitsingen konnte, beweist, dass Seán Treacys Vermittlung der irischen Folkmusik schon vielfältige Früchte getragen hat – auch in Oberderdingen.

Horst Immel

                                                       ´          Helga Essert-Lehn bedankt sich bei Seán Treacy

Freitag, 19. Mai 2017 im Forum Oberderdingen:

Tilmann Röhrig liest aus seinem neuen Roman

"Die Flügel der Freiheit"


Tilmann Röhrig hat gerade seinen neuen Roman veröffentlicht. Dieser beschäftigt
sich auf interessante Art mit der Biographie Martin Luthers und der Reformationszeit.

Veranstalter:  Veranstalter ist Franz Domokos/ Buchladen am Roten Tor

Mehr zum Roman finden Sie hier:

http://www.tilman-roehrig.de/136-0-Die-Fluegel-der-Freiheit.html 




Samstag, 20. Mai 2017

Workshops


Workshop Rosen: Rosen - kreativ - kulinarisch - gestaltet


Gemeinsam mit der Rosenexpertin Andrea Hofmann erfassen wir Wissenswertes ( Entstehung; Pflanzen und Pflege ) um die Rose, kosten kulinarische Möglichkeiten und gestalten kreativ mit der Schönsten aller Blüten – „ der ROSE „








 Workshop mit Jochen Steinmetz: Kreative Fotografie - "Den künstlerischen Blick wagen"

Fotografieren mit den vorhandenen Möglichkeiten. Finden Sie den eigenen künstlerischen Blick! Für die Teilnehmer bedeutet dies, dass es um den Blick und die Herangehensweise geht. Bedeutung erlangt hier das eigene Bild und nicht die Technik. Gemäß dem Ausspruch "Keine Angst vor Fehlern - es gibt keine" entwickeln Sie Mut zur eigenen Bildsprache. Jochen Steinmetz wird mit Ihnen gemeinsamnach Ihren individuellen Lösungen suchen.

 „Come as you are“, also jede (digitale) Kamera ist ok. Jede vorhandene digitale Kamera darf mitgebracht und verwendet werden, sowohl die einfache Kamerafunktion im Handy als auch die hochwertige Digitalkamera. Sinvollerweise sollten die Fotos vernünftig in A4 ausgedruckt werden können. Bitte bringen Sie vorhandene Fotos, die Ihnen gut gelungen sind, aber auch Fotos, die Sie nicht für gelungen halten, in der Kamera oder auf einem USB-Stick mit. Es entstehen zusätzlich geringe Kosten für den anschließenden Print. Ergebnisse des Workshops können am Sonntag, 21. Mai von 10.30 Uhr bis ca. 14 Uhr auf dem Marktplatz präsentiert werden. 





Samstag, 20. Mai 2017, 20 Uhr, Aschingerhalle Oberderdingen


Muttis Kinder: Das Epische Programm

Muttis Kinder verzaubern die Aschingerhalle in Oberderdingen

Wenn sie auf ihrer Lieblingsbühne, der „Bar jeder Vernunft“ in Berlin spielen, ist das Theater immer ausverkauft. Am 20. Mai gastierte die A-Capella Formation „Muttis Kinder“ im Rahmen der Oberderdinger Kulturtage ArtInside in der Aschingerhalle. Die drei ausgebildeten Schauspieler Claudia Graue (Mezzosopran), Christopher Nell (Countertenor) und Marcus Melzwig (Bariton), die sich an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock kennenlernten, sind seit ihrer Gründung 2003 auf zahlreichen Theater-und Musikfestivals in aller Welt aufgetreten. Sie nur als A-Cappella-Gruppe einzuordnen, würde den dreien nicht gerecht. Sicher, die drei Performer stehen auf der Bühne dichtgedrängt vor einem Mikrofon der besonderen Qualität und erzeugen betörende Klangeffekte. Mal übernimmt eine Stimme oder Stimmgruppe den Rhythmuspart, mal die Leadstimme. Was man nicht braucht, sind langatmige Überleitungen zwischen den Nummern, die die für würdig erachteten und als Inspirationsquelle verwendeten Titel aus der zeitgenössischen Rock -und Popmusik ansagen oder vorstellen. Denn den Atem benötigt man für die eigenwillige und einmalige Eigeninterpretation der zitierten Vorlagen. Zur Überleitung genügt eine mit Mineralwasser gefüllte Plastikflasche, mit der man beim Betasten und Ausdrinken ungeahnte Geräusche erzeugen und vielfältige mimische Gesten aussenden kann. Die Einzelnummern beginnen oft damit, dass die stimmgewaltigen Künstler eine Grundstimmung als Begleitung erzeugen. Von da aus fliegen Einzelstimmen davon, kooperieren oder streiten sich, dulden gesprochene Textfragmente, werden aufbrausend, umschwärmen und umschmeicheln sich gegenseitig. In der Bühnendarstellung ist Claudia Graue das Ewig-Weibliche, das Christopher Nelle casanovahaft in ständiger Bewegung und mit großer Gestik umschwärmt, während Marcus Melzwig mit seinem Bariton den Felsen in der Brandung markiert, der den anschwellenden Emotionen Einhalt zu gebieten sucht. Der Titel des Abends „Das Epische Programm“ verrät vollends, wohin die Reise geht, handelt es sich doch bei den präsentierten Titeln um ausgesprochen unepische Botschaften. So wird der Zuhörer in jedem einzelnen Song Teil eines lustigen Spiels, das das vertraute Textfragment verfremdet, das Stabile in Frage stellt, das Laute leise wiedergibt und letztlich die Ambiguität und Absurdität nicht nur der zitierten und umgedeuteten Songs freisetzt.  Diese Subversivität, die an den Dadaismus erinnert, wird allerdings so perfekt, so präzise und so leise vorgetragen, dass das Publikum in der Aschingerhalle wohl selten so lautlos staunend in Richtung Bühne geschaut hat.

 Horst Immel

 

Hier ein Video zum Reinhören

 Sonntag, 21. Mai:  Kunst am Marktplatz

Plakatwandübergabe durch die Künstlergruppe "Kunst an der Plakatwand Karlsruhe"

Gestaltet wurde die Plakatwand von der Künstlerin Bernadette Rottler

1962 geb. in Zell im Wiesental

lebt und arbeitet in Berlin

1982-87 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe

1987-89 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, Bereich Theater

1994 Landesgraduiertenstipendium des Minist. f. Wissenschaft und Kunst BW

1999 Kahnweiler-Kunstpreis, Rockenhausen ; Merz-Preis Sasbach 

Titel der neuen Plakatwand: "Schön, dass Sie mich entdeckt haben" 2015, Acryl, Pigment auf Holz

Musikalische Umrahmung mit Live-Musik

Präsentation der Workshop-Ergebnisse vom Samstag