21. - 22. Juli 2017 Sommertage im Aschingerhaus

Am 21. und 22. Juli 2017 fanden die ersten Veranstaltungen im von der Gemeinde neugestalteten Innenhof des Aschingerhauses statt. Das Kulturdreieck bewirtete am Freitag und Samstag.

Am Freitag war die Gruppe „The Beez“ aus Berlin zu Gast. Rob Rayner an der Gitarre, Deta Rayner am Akkordeon, Annette Kluge am Schlagzeug und Peter D’Elia am Banjo/Gitarre entführten die Zuhörer auf eine Reise durch die internationale Folklore, die allerdings nicht unbedingt ernst , sondern gehörig auf die Schippe genommen wurde. Klänge der Taiga waren ebenso vertreten wie Bluegrass und Hillbilly. Lieder aus Rob Rayners Heimat Australien, wo die Band den europäischen Winter über tourt, durften ebensowenig fehlen wie Rockversionen einzelner Folksongs. Insgesamt war es eine Musik, die an einem lauen Sommerabend Freude verbreitete und zum Mitklatschen einlud.


The Beez im Innenhof des Aschingerhauses am 21. Juli 2017



Am Samstag gab es Gelegenheit, eine Auswahl historischer Fotografien zum Thema Sommer in Oberderdingen aus den Beständen des Heimatkreises zu betrachten. Einzelne Besucher konnten sich als Kleinkinder darauf wiedererkennen. Mit Kaffee und Kuchen war das Aschingerhaus noch schöner.

 Neben einem Kunstworkshop mit Sybille Burrer und Ingrid Brütsch fand am Spätnachmittag eine Dichterlesung des Autorenteams DichterAmWort aus Karlsruhe statt. Obwohl als Gruppe auftretend, präsentierte doch jeder der drei Schriftsteller eine individuell stark markierte Sicht auf die Welt, sodass drei unterschiedliche literarische Stimmen hörbar wurden. Birgit Jennerjahn-Hakenes hat ihren Schwerpunkt im Narrativen, wie es eindrucksvoll in der Kurzgeschichte „Die Nacht ist nicht mein Tag“ deutlich wurde. Ihr literarisches Ich bewegt sich zwischen mitfühlender Ironie und beißendem Sarkasmus, um ihr Leiden am Zustand der Welt auszudrücken. Monika Miller ist dagegen eine Meisterin der kurzen Form und stellt in ihren verdichteten Texten ausgehend von der Natur und deren Farbenpracht Reflexionen über sich selbst an, in denen Grundfragen menschlicher Existenz sprachlich geschickt hin- und hergewendet werden. Norbert Willimskys Passagen bleiben in Erinnerung wegen der exakten Beobachtung alltäglicher Begebenheiten wie in „Parallelwelten“ und der scharfsinnigen Analyse, die diesen Beobachtungen folgen. Die Lesungen wurden von Jürgen Miller auf dem Saxophon mit Jazzklassikern gekonnt umrahmt.         

 


                                         Jürgen Miller                                  DichterAmWort